Garten Aktuell – März

In diesem alten Kinderlied kommt zum Ausdruck, dass Felder gepflügt, Wiesen instand gesetzt und die erste Saat in den Boden gebracht wird. Für den Hobbygärtner bedeutet es: März ist ist der erste Pflanzmonat. Nicht nur das. Es ist auch die Zeit, um mit dem Frühjahrsputz zu beginnen. Pflege der Gartenmöbel, „Durchlüften“ der Gebäude, des Bodens und Rasens, Gehölz-Schnitt sowie ein gründlicher Gartengeräte-Check gehören dazu, um „fit“ in das neue Garten-Jahr zu starten.

Vorbereitende Arbeiten
Nur mit gut funktionierenden Gartengeräten und entsprechendem Werkzeug kann die Arbeit gelingen. Spaten, Rechen, Harke und Schaufel müssen festsitzende Holzstiele haben. Gerissenes Holz oder Stiele mit Verletzungsgefahr sollten ausgetauscht werden. Hecken-, Ast- und Rosenscheren auf Freigängigkeit prüfen. Messer und Sägeblätter vom Rasenmäher, Vertikutierer oder Kettensäge bei Bedarf schleifen lassen. Ist genügend Luft im Reifen der Schubkarre, kann es mit den eigentlichen Gartenarbeiten los gehen.

Richtige Vorbereitung des Bodens – Düngung
Der Winterschlaf in der Natur ist fast beendet. Der Boden benötigt Nährstoffe und eine gute „Belüftung“, um für neues Saatgut aufnahmefähig zu sein. Zur optimalen Pflege gehört ein Auflockern der Erdkrume. Restliches Wintergemüse, wie Porree oder Rosenkohl, wird vom Beet entfernt.

Ab Mitte März wird mit Kompost und Dünger eine gute Voraussetzung dafür geschaffen, dass die neue Pflanzengeneration sich gesund entwickeln kann.

Pflege der Sträucher, Zier- und Obstgehölze
Vor dem neuen Austrieb an Obststräuchern und –bäumen kann auch im März (wie bereits im Februar) der Gehölzschnitt erfolgen. Bis Ende des Monats sollten Pflaumen-, Birnen- und Apfelbäume sowie Beerenobst fertig beschnitten sein.

Kübelpflanzen, die wenig empfindlich sind, können aus ihrem Winterquartier ins Freie gestellt werden, um die ersten wärmenden Sonnenstrahlen aufzunehmen.

Die Pflanzen auf Schädlingsbefall prüfen. Wenn erforderlich, geeignete Behandlungen, beziehungsweise je nach Pflanzenart einen Rückschnitt durchführen.
Eine Voraustriebspritzung an Obstgehölzen Anfang März bekämpft die Überwinterungsformen verschiedener Schädlinge. Zur „Entrümpelung“ des Gartens gehört auch, dass „Mumien-Obst“, als unbrauchbare restliche Früchte, entfernt wird.

Schneiden der Stauden und Ziergräser
Bereits in den ersten Wochen im April zeigen sich oft erste neue Triebe bei älteren Ziergräsern. Deshalb muss bis zu diesem Zeitpunkt ein Rückschnitt bis dicht über dem Boden erfolgen. Nur so wird ein gesundes und kräftiges Wachstum der Gräser und Farne im Spätfrühling garantiert. Robuste Stauden, Farne und Ziergräser können ab Ende März, Anfang April gepflanzt werden, kälteempfindliche dagegen erst im Mai.

Rosenschnitt
Er gehört zu den wichtigsten Arbeiten vom Gärtner und sollte mit Bedacht durchgeführt werden. Im März oder Anfang April werden Beetrosen mit einer Rosenschere beschnitten. Abgestorbene, alte und braune Triebe am Boden abschneiden. Dadurch kommen ausreichend Luft und Licht an die Rosenpflanze. Zu dichte Zweige auslichten. Sehr dünne und junge Vorjahrestriebe ebenfalls entfernen. Der Schnitt erfolgt schräg über einem „Auge“.
Verwelktes das ganze Jahr über von den Rosen entfernen fördert das Wachstum neuer Blüten. Die kontinuierliche Pflege zahlt sich in der Rosenpracht aus.

Eine „Luftkur“ für den Rasen
Ende März kann mit der Belüftung des Rasens begonnen werden. Die Arbeiten für den Gärtner werden immer von den Witterungsbedingungen abhängig sein. Mit dem Vertikutierer oder einer manuellen Aerofiziergabel wird der Rasenboden umgegraben – ohne dass die Rasenpflanzen Schaden nehmen. Kleine Steine, Äste, Moos und Unkraut entfernen. Der Boden wird gelockert, sodass die nachfolgende Düngung bis an die Wurzeln der Gräser gelangen kann.

Bepflanzungen
Laub- und Nadelhölzer können im Herbst und ebenso im März gepflanzt werden. Immergrüne Hecken kommen ab April in den Boden. Für Beet-, Strauch- oder Kletterrosen ist der Monat März die geeignete Pflanzzeit. Je nach Witterung betrifft das ausserdem Obstgehölze, Steingartenpflanzen oder den Blütenstrauch.

In der zweiten Monatshälfte kann mit dem Einsetzen von edlen Rosen, Magnolien, Flieder, Goldrausch-Forsythie oder aparten Stauden für den Ziergarten begonnen werden.
Die „Gesetzmässigkeiten“ der Pflanzzeiten hängen von den Witterungsbedingungen ab. Der Gärtner wird sich darauf einstellen und bei Bedarf auch sachdienliche Hinweise vom Fachmann der Elsener Gatenpflege holen.

Grabbepflanzung
Die Grabpflege spiegelt die Verbundenheit zu dem Menschen wieder, der dort seine letzte Ruhestätte hat. Meist gibt die Einfassung und die winterharten Bodendecker das äussere Grundgepräge. Je nach Jahreszeit erfolgt die „Wechselbepflanzung“.
Nach der Grababdeckung in den Wintermonaten treiben die ersten Frühjahrsblüher, wie Krokusse oder Narzissen, die in der Erde überwintert haben. Zu den frischen „Farbtupfern“, die teilweise bereits im Gewächshaus vorgezogen wurden, gehören Hyazinthen und Tulpen.
Als Grabbepflanzung ab März eignen sich Stiefmütterchen, Hornveilchen oder Primeln – ob in der Pflanz-Schale oder direkt in den frostfreien Boden.

Umfassender Frühjahrsputz
Die Gartengeräte sind auf Funktionstüchtigkeit geprüft, im sauberen, ganzen und geölten Zustand, die Gartenmöbel vom Winterschmutz befreit und alte, verwelkte, erfrorene Pflanzenreste entsorgt. Dann sind die ersten sonnigen Tage im März geeignet, um Grünbelägen, Rostflecken, Fettspritzern und Mikroorganismen tiefenwirksam zu begegnen.
Ob Stein-, Beton-, Holz-, Keramik oder Kunststoffoberflächen: Mit Spezialreiniger und der Gartenspritze lassen sich Grünbeläge auf Gehwegen, Terrassen, an Zäunen oder der Fassade des Gartenhauses schonend entfernen.

Tipp: Als vorbeugende Massnahme gegen Verschmutzungen sind Imprägnierungsmittel oder Pflegeemulsionen für die gereinigten Flächen eine nachhaltige Investition.

Manuel Elsner, dipl. Obergärtner.
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