Garten Ratgeber

Rosenpflege: mit dem richtigen Schnitt in den Sommer

Viele Rosenfreunde trauen sich nicht ihre Rosen reichlich zurückzuschneiden. Dabei ist der richtige Sommerschnitt bei manchen Rosenarten die gerade zwei – oder mehrmals im Jahr blühen unverzichtbar.

Der Sommerschnitt der Rose unterscheidet sich grundlegend von den Rückschnitten im Frühjahr.

Mehrmals blühende Edelrosen, Polyantha-, Floribunda-, Strauch- und Kletterrosen können nach der ersten Blüte im Juni bis unter die Blüte zurückgeschnitten werden. Einmal blühende Rosensorten erhalten keinen Sommerschnitt.
Das Entfernen des Verblühten regt bei mehrmals blühenden Sorten den Nachtrieb an und beschleunigt das Erscheinen des zweiten Blütenflors.

Schnittabfälle sollten sauber aus den Beeten entfernt werden, da die verblühten Rosenblüten einen Nährboden für Fäulnispilze bieten. Der Schnitt wird über dem ersten, voll ausgebildeten Laubblatt angesetzt. Meist ist dies das dritte oder vierte Laubblatt unter halb der Blüte bzw. des Blütenstandes. Rosen zeigen oft durch einen von selbst einsetzenden Austrieb die richtige Schnittstelle an. Das Laub stellt die Lunge der Rose dar. Je tiefer der Schnitt gesetzt wird, desto mehr Laubfläche geht verloren. Ausreichend belaubte Rosen treiben rascher nach.

Mit dem Rückschnitt vom Verblühtem wird der Umfang des Fruchtansatzes festgelegt. Wer im Herbst die Hagebutten ernten möchte, sollte Verblühtes nach der Augustblühte am Rosenstock belassen.

Entreissen der Wildtriebe
Fast alle Gartenrosen sind auf eine Wildrosenunterlage veredelt.
Diese sorgt für eine gute Entwicklung der edlen Rosensorten. Es kann jedoch vorkommen, dass aus der Unterlage „wilde“ Triebe austreiben. Entfalten sie sich ungehemmt, rauben sie der Edelsorte Kraft.

Wildtriebe lassen sich leicht durch ihr helles, kleines Laub von grosslaubigen, dunkelgrünen Edeltrieben unterscheiden. Solche Wildtriebe sollten umgehend und gründlich entfernt werden. Dafür wird der Wurzelstock der Rose bis zur Ansatzstelle des Wildtriebes freigelegt, damit der Wildtrieb mit einem kräftigen Ruck abgerissen werden kann.

Das richtige Werkzeug
Damit die empfindlichen Rosen nicht unnötig gequält werden und keine Wunden an den Pflanzen entstehen, ist die Verwendung von hochwertigen und scharfen Scheren unverzichtbar.
Gute Scheren besitzen ein Federungssystem welche die aufzuwendende Kraft soviel wie möglich Reduziert. Sie sollten nicht all zu leicht sein, da sie sich durch die Belastung verbiegen könnten. Mit einer Schere die ergonomisch gut in der Hand liegt wird der Schnitt genauer.

Düngen bei Pflanzen die im Frühjahr gepflanzt wurden
Für ein optimales Wachsen der Rosen, wird Anfang Juni eine weitere Düngergabe nötig. Dabei wird auf 1m2 gleichmässig der Rosendünger ausgebracht und eingehackt. Bestehende Rosenanlagen sollten nicht gedüngt werden.